Heligalerie
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Baubericht AS 350 Ecureuil
Vorbildähnlicher Nachbau eines manntragenden Hubschraubers.
Daten zum Original:
Hersteller: Eurocopter
Helikoptertyp: AS 350 B1 Ecureuil
Operator: Bundesministerium für Inneres
Registrierung: OE-BXH
Daten zum Modell:
Rumpf: Graupner/Heim
Maßstab: 1:6,8
Rumpflänge o. Rotor: 1640mm
Rumpfbreite o. Rotor: 430mm
Gesamthöhe: 480mm
Gewicht: >5000g
Rotordurchmesser: ca. 1500mm
Mechanik: Graupner Elektro Skalar Mechanik
Motor: Graupner COMPACT 655 20V mit 10s Lipo
06. 01. 2009 Modifizierung der Mechanik
Eine vorhandene neue STARLET ELEKTRO Mechanik wurde mit diversen
CFK- und Aluteilen zur ELEKTRO SKALAR um- bzw. aufgerüstet. Für den Aussenläufermotor mussten
die Mechanikseitenteile etwas ausgeschnitten werden (zu sehen links vor dem Motor).
Der vordere Bereich der ursprünglichen Mechanik (RC- und Tankaufnahme) wurde
am vorderen Ende der neuen CFK Seitenteile abgetrennt. Dieser Teil wird im Rumpf nicht
mehr benötigt und schafft Platz für den Cockpitausbau.
Der Motor (Graupner COMPACT 655 20V) wurde mit einem 32 Zähne-Ritzel eingebaut.
Damit ergibt sich eine Übersetzung am Hauptrotor von 6,75:1.
Delrin Ritzel mit 32 Zähnen
22. 04. 2009 Baubeginn Rumpf
Am Beginn des Rumpfaufbaus steht das Vorbereiten bzw. Einpassen des Kufenlandegestells. Um den Betrieb der Ecureuil komfortabler zu gestalten (Akkuwechsel) und den Scale-Faktor zu erhöhen beschloss ich die Türen funktionstüchtig zu gestalten.
Leider ist dies bei der Graupner Version der AS 350 nicht vorgesehen, daher bedeutete dies umfangreichere Umbau-Maßnahmen am Rumpf.
Zu allererst wurden die Türen "ausgedremelt". Um die Steifigkeit der Zelle im Kopfbereich der Türen zu erhöhen wurde die obere Rumpfabdeckung nochmals getrennt und eine neue Abdeckungsauflage eingeharzt.
Auch die Türanschläge mussten erst angefertigt bzw. eingeharzt werden. Zu diesem Zwecke wurden die Türen mit Tesa-Film am Rumpf in ihrer ursprünglichen Form fixiert. Als Trennschicht zwischen Türen und dem neu eingeharzten Türanschlägen verwendete ich auch Tesafilm -- funktioniert einwandrei, keine Kleberückstände! Ein 20mm harzgetränktes Glasgewebeband wurde eingeklebt. Als nächster Schritt folgt die Feinbearbeitung der Türen (schleifen, einpassen, ausschneiden)...................
27. 04. 2009 Spantensatz
Die Holzspanten für den Innenausbau der Rumpfzelle wurden vor dem Zusammenbau imprägniert. Später wurden diese in die Rumpfzelle eingepasst. Hier musste nachgearbeitet bzw. geschliffen werden weil dies meine Umbauarbeiten für die funktionstüchtigen Türen erforderten.
Nach dem Einpassen -- die Kufenbrücken und das gesamte Landegestell wurde vorher noch ausgerichtet -- wurde mit reichlich UHU endfest 300 eingeklebt, beschwert und aushärten gelassen. Gleiches galt für den Kabinenboden.
28. 04. 2009 Mechanik -- Elektronik
Parallel zu den Rumpfarbeiten erfolgte die elektronische Vervollständigung der Mechanik.
Ich habe vor den Heli ganz normal mit einem 2 Blatt-Paddelkopf zu betreiben, daher kam für mich als Gyro-System das Futaba
GY 401 mit Servo S5254 - Modell in Frage. Als Taumelscheiben-Servos entchloss ich mich anfangs (da bereits ein neues Exemplar vorhanden) für die Graupner C 4421 Serie. Nach der massiven Preiserhöhung bei diesen Servos im heurigen Jahr änderte ich meine Pläne und kaufte 3 Stk. der neuen Graupner-Digitalserie DES 806 BB MG. Die Werte dieser Servos erscheinen mir sehr gut, der Preis ist relativ günstig. Mal sehen wie es in der Praxis aussieht.............
Um spätere Wartungsarbeiten schnell und unkompliziert zu verrichten, habe ich den Großteil der RC-Komponenten an der Mechanik selbst angebracht.
Ausser der Empfängerakkuweiche und der Antriebsstromversorgung ist alles an der Mechanik befestigt, damit ist es möglich mit wenigen Handgriffen den kompletten Antrieb sowie die elektronische Steuerung "Am Stück" zu demontieren.
22. 05. 2009 Einpassen der Mechanik
Die Mechanik wurde nun mit den Mechanikträgern verschraubt und im Rumpf ausgerichtet.
Danach wurden die Mechanikträger in die Rumpfspanten eingeklebt.
Am unteren Rumpf befinden sich 4 Löcher. Durch diese Bohrungen werden die Imbusschrauben gelöst, welche die Mechanik an die Mechanikträger bindet. Diese Bohrungen mussten in diesem Fall, um eine angenehme und schnelle Montage und Demontage der Mechanik zu gewährleisten, erweitert und etwas versetzt.
Weiters wurde die obere Mechanikabstützung angepasst, eingeklebt und mit harzgetränktem Glasgewebe verstärkt.
22. 05. 2009 Obere Rumpfabdeckung
Nun wurde die von mir neu angefertigte obere Rumpfabdeckung mit dem Rumpf verklebt. Danach wurden Einklebemuttern
am nun entstandenen Rahmen angebracht und für Senkkopfschrauben passende Bohrungen an der Rumpfabdeckung durchgeführt.
Die (in der Bausatzausführung nicht vorgesehen) neu entstandenen Fenster- und Türrahmen wurden mit Gewebeband verstärkt.
Über die Kufenbrücken wurden ABS-Rohre gezogen und anschließend wurde das gesamte Landegestell entgültig ausgerichtet und verklebt. Laut Bauplan sollten Löcher durch die Kufenverbinder und die Kufenrohre bis zur unteren Wand des Rohres durchgebohrt werden. Dort sollten dann die Kufenbrücken eingeschoben und stabil verklebt werden.
Dadurch wird allerdings das Landegestell um einiges niedriger und die Ecureuil steht sichtlich gedrungener da. Es gibt zwar auch beim Original niedrige Landegestelle aber beim Heli OE-BXH ist dies nicht der Fall und die AS 350 sieht mit hohem Landegestell einfach
viel stimmiger aus........
Ich bohrte die Löcher nicht durch die Kufenrohre und gewährleistete somit ein höheres Landegestell.
Ich hoffe dass damit kein allzu großer Nachteil bei der Stabilität bzw. beim Betrieb des Helis entsteht.
22. 05. 2009 Wartungsklappe
Der nächste Schritt war eine saubere Lösung für folgende Anschlüsse und Schalter zu finden:
Ladebuchse E-Akku
2x Schalter Aussenbeleuchtung (wird nicht über den Sender geschaltet)
Emcotec DPSI
Dazu habe ich nun an der rechten hinteren Seite vorm Übergang zum Heckausleger eine Wartungsklappe ausgeschnitten und mit Glasgewebe einen entsprechenden Türrahmen erstellt.
28. 05. 2010 Heckrotor und Beleuchtung
Nach einjähriger Baupause wurde nun im Frühjahr der Aufbau meiner Ecureuil wieder fortgesetzt.
Da beim Graupner-Bausatz der AS 350 eine aktive Beleuchtung im Modell nicht vorgesehen ist , war es für mich etwas schwieriger die Heckbeleuchtung zu realisieren da dies aufbaulogistisch zusätzlich zum Heckaufbau bedacht werden musste.
Ich entschloß mich daher den Wellentunnel vor dem Seitenleitwerk bis zur Höhe des Höhenleitwerks aufzuschneiden um die Verkabelung durchführen zu können. Damit das Heck im Betrieb stabil bleibt, werde ich diese "Wartungsklappe" wieder komplett verschließen bzw. verkleben. Der Rand an der Öffnung wurde bereits mittels in Harz getränktem Gewebeband verstärkt bzw. es wurde ein Auflagefalz für den Deckel geschaffen.
Danach wurden die Höhenleitwerkshälften verklebt.
Als nächster Schritt folgte die Einpassung des Heckrotors und der Heckrotorwelle. Bei der Graupner Elektro-Skalar Mechanik ist hier eine 2mm Federstahlwelle für den Betrieb des Heckrotors vorgesehen. Diese wird in einem Kunststoffröhrchen (vorher noch mit Teflonfett bestrichen) eingeschoben und liegt in einer mit einer Fuge versehenen Balsaleiste. Ob dies einen spannungsfreihen Betrieb gewährleistet wird sich zeigen........
Eine stärkere Welle bzw. ein Antrieb aus dem Vario-Sortiment wäre hier sicher eine ordenlichere Lösung. Für die Flugmanöver und die Betriebsstunden mit einem Scale-Helikopter wird´s auch so wohl reichen............
Das Wellenende wurde angeschliffen und entfettet, danach im Heckrotor mittels zwei Madenschrauben verschraubt. Mit Schraubensicherung GRÜN zusätzlich gesichert.
Der Heckrotor befindet sich im Gegensatz zum Original auf der linken Seite.
Die Anlenkung muss nun noch verbaut werden.
Das Seitenleitwerk wurde auch mit der Beleuchtung versehen und ein Spant wurde ebenfalls eingeklebt. Das Leitwerk wird später auf den Heckausleger aufgeschoben und sollte laut Plan mit einer Inbusschraube von hinten im Heckrotorspant gesichert werden. Ich entschloss mich gegen diese Lösung und werde das Leitwerk mittels Klebemuttern und Senkkopfschrauben direkt am Heckausleger verschrauben.
28. 05. 2010
An der rechten Rumpfseite wurde eine Wartungsklappe (beim Original der Kofferraum) realisiert. Es wurde ein Sperrholzkästchen angefertigt und konturgenau geschliffen. Anschließend im Rumpf verklebt. Hier finden die Akkuweiche, Schalter für die Beleuchtung und eine Ladebuchse elegant ihren Platz.
Das Innere des Rumpfes und die Spant-Konstruktion des Helikopters wurde in der Farbe grau lackiert bzw. grundiert.
Neue (schlankere Version als meine erste) Türbeschläge für die hinteren Schiebetüren wurden aus Sperrholz angefertigt.
20. 06. 2010 Türeinbau
Wie auf den Bilder zu sehen werden nun die Türen eingebaut. Da dies in der Graupnerversion der AS 350 eigentlich nicht vorgesehen ist, ist diese Arbeit etwas umständlich und an der Passgenauigkeit muss noch gearbeitet werden.
20. 06. 2010 Erstflug
Nach dem Einstellen bzw. Einprogrammieren der entsprechenden Werte im Sender folgte das Ermitteln des Schwerpunktes.
Danach habe ich erstmals die Ecureuil unter "Strom" gesetzt und die Rotordrehzahl hochgefahren.
Zu meiner positiven Überaschung erfolgte das Hochfahren völlig ohne jegliche Vibration! Besonders der Heckausleger, wo ich aufgrund des Antriebs mittels Stahldraht meine Befürchtungen hatte, erwies sich als völlig ruhig, vollkommen spannungsfrei und sehr leichtläufig!
Scheinbar ist diese doch schon etwas ältere Antriebsvariante noch immer ausgezeichnet für diese Scale-Heli-Größe geeignet.
Die ersten Schwebeversuche habe ich zu meiner Zufriedenheit durchgeführt.


